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Dauerformen aus Stein

Dauerformen aus Stein sind im Gegensatz zu Lehm - oder Sandformen mehrmals verwendbar. Dieser Vorteil ermöglicht es dem Giesser grössere Stückzahlen ohne grossen Aufwand herzustellen. Dem stehen zwei Nachteile gegenüber:
  1. Da Hinterschneidungen nicht möglich sind lassen sich nur relativ einfache Gegenstände giessen
  2. Ein erhöhter Zeitaufwand ist zur Herstellung der Form notwendig
Steinerne Dauerform
Steinform für eine Sichel Nebenstehend sehen Sie eine Formhälfte für eine Sichel. Die zweite Hälfte der Form besteht aus einer glatten Steinplatte, da die Rückseite der Sichel flach ist. Solche Hälften nennt man auch Blindhälften. Aus diesem Grund befinden sich in der abgebildeten Sichelform keine Bohrungen für Passstifte. Steinformen sind also eine sehr gute Sache für unkomplizierte Gegenstände wie Messer, Beile ohne Schaftloch, Dolche, Schwerter, Sicheln usw.

Dauerformen mit Kernen

Die Menschen in der Bronzezeit waren allerdings sehr kreativ und haben der zweiteiligen Formen einen sog. Kern hinzugefügt.
Für Gegenstände, die zwar immer noch verhältnismässig einfach sind, aber bereits über Hohlräume, Tüllen und dergleichen verfügen, werden zusätzlich zu den zwei Formhälften, die die "Aussenseiten" abformen, noch der Kern benötigt, der beispielsweise die "Innenseite" einer Tülle abformt. Kerne können aus vielerlei Materialien hergestellt werden, solange sie trocken und feuerfest sind. Die wichtigsten Materialien sind Formlehm und Metall, seltener Sand- oder Speckstein.

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Form mit Kern
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